Die Neue Trinkkultur, oder: mein Leben mit Foodie-Tamagotchis

Buch, Buch, Baby! Es gibt da diese Momente, die sind einfach gut! Zum Beispiel der Moment, wenn man sein erstes Buch zum ersten Mal in der Hand hält! „Die Neue Trinkkultur, oder: mein Leben mit Foodie-Tamagotchis“ weiterlesen

Kulinarische Geschenktipps: #Männergeschenke

Socken? Krawatten? Gürtel? Männergeschenke, da geht noch was…

„Kulinarische Geschenktipps: #Männergeschenke“ weiterlesen

Wohl dosiert. „Frisch aus der Dose“: ein neues Kochbuch von Bart van Olphen

Heute ist der 24.11.2016: der Tag der Sardine! Was sonst sollte man heute besprechen, als ein Kochbuch mit Fischen aus der Dose? „Wohl dosiert. „Frisch aus der Dose“: ein neues Kochbuch von Bart van Olphen“ weiterlesen

Down to the Bone: die erste Broth-Pop-up-Bar eröffnet in Berlin

Wir befinden uns im Jahre 2016 n. Chr. Ganz Berlin-Mitte ist von Matcha-Soja-Latte-Cold Drip-Flat White-Shops besetzt… Ganz Berlin-Mitte? Nein! Ein aus unbeugsamen Brühespezialisten bestehendes Start-up ist bereit, dem Eindringling Widerstand zu leisten.

„Down to the Bone: die erste Broth-Pop-up-Bar eröffnet in Berlin“ weiterlesen

Der Name der Dose: die Sardinenbar in Berlin

Sardinen. Direkt aus der Dose. Dazu Brot und einen frischen Salat. Damit ist das Konzept der Sardinenbar von Thomas Vetter im Prinzip schon erklärt. Oder für die Hashtagfans unter uns: #sardinophil.  „Der Name der Dose: die Sardinenbar in Berlin“ weiterlesen

„Haute Cuisine inspiriert mich nicht“ – ein philosophisch-kulinarischer Abend im Nobelhart & Schmutzig

Solche Abende sind selten: ein entspannter Küchenchef nimmt sich die Zeit um über seine Philosophie des Kochens, über Inspiration und über Vollmundigkeit zu sprechen. „„Haute Cuisine inspiriert mich nicht“ – ein philosophisch-kulinarischer Abend im Nobelhart & Schmutzig“ weiterlesen

Krautbraut bleibt Krautbraut und Blaukraut bleibt Blaukraut!

Sauerkraut. Cole Slaw. Kimchi. Kombucha. Käse. Sauerteigbrot. Salami. Essig. Bier. Sake. Whiskey. Viele Dinge, die wir essen und trinken entstehen durch Fermentation!

„Krautbraut bleibt Krautbraut und Blaukraut bleibt Blaukraut!“ weiterlesen

Next Organic 2016: BRÜHE! ALGEN! INGWER! KOKOSWASSER!

Neuer Ort, bewährtes Konzept: die Next Organic 2016 zog von der alten Location im Flughafen Tempelhof (seit letztem Jahr Notunterkunft für Flüchtlinge) in die Station Berlin. Im Eingangsbereich war es leer, sehr sehr leer. Keine Messe, nirgends. Der Weg zur Bio-Trendmesse führt am Pförtnerhäusschen vorbei, durch einen leeren (!) Innenhof, dann durch eine leere Halle und dann – Licht am Ende des Tunnels – zur Biofachmesse. … Next Organic 2016: BRÜHE! ALGEN! INGWER! KOKOSWASSER! weiterlesen

K-Pop in P-Berg: Restaurantbesuch im JoLee Soul Food

 

UPDATE: leider hat das JoLee Soul Food seit dem 7.9. aus diversen Gründen geschlossen!!!
„K-Pop in P-Berg: Restaurantbesuch im JoLee Soul Food“ weiterlesen

The Soy-Boy: Markus Shimizu macht Miso in Berlin

 

Töpfe ohne Ende: und ich durfte überall mal probieren – zu Gast im Misoparadies von Markus Shimizu.

„The Soy-Boy: Markus Shimizu macht Miso in Berlin“ weiterlesen

Seid kreativ: Cooking with Leftovers

Ich finde ja, die besten Gerichte entstehen zufällig, durch Ausprobieren durch Kreativität und Flexibilität.

Außerdem: kochen nach Rezept kann ja jeder, oder?

„Seid kreativ: Cooking with Leftovers“ weiterlesen

Macht Schule! Genießen + helfen = Win Win: REFUGIN, „Über den Tellerrand kochen“ und „Sophiencafé“

Den Flüchtlingen irgendwie helfen. Möchte viele gerne. Kleidung spenden – ist relativ einfach. Geld spenden – irgendwie auch. In eine Notunterkunft gehen und in der persönlichen Freizeit helfen wo Not am Mann ist – nicht jedermanns Ding. Wie wäre es damit: genießen UND helfen?

„Macht Schule! Genießen + helfen = Win Win: REFUGIN, „Über den Tellerrand kochen“ und „Sophiencafé““ weiterlesen

Berlin Food Week 2015: 4,4 kulinarische Entdeckungen beim Späti Deluxe

Food Week 2015 in Berlin! Im Kraftwerk Mitte. Das hippe kulinarische Berlin war da. Das kulinarische Brandenburg aber auch.

Und es gab einen „Späti Deluxe„: eine Art „Next Organic“ in „nicht-unbedingt-bio-und-auch-nicht-immer-vegan-und-raw“.  „Berlin Food Week 2015: 4,4 kulinarische Entdeckungen beim Späti Deluxe“ weiterlesen

Tauschen ist das neue Kaufen: FoodXchange und Bread Exchange in Berlin

Eines  meiner ersten Bücher, das ich selber las (und an das ich mich erinnere, weil es großen Eindruck auf mich gemacht hat) war: “ Was gibst du mir für meinen Fisch?“.

Bildschirmfoto 2015-07-28 um 09.12.05

Ein Buch über das Tauschen von Lebensmitteln – am Beispiel eines Fischers, der seinen Fisch gegen Brot tauscht, und das Brot gegen Gemüse oder gegen das Schleifen von Werkzeug. „Tauschen ist das neue Kaufen: FoodXchange und Bread Exchange in Berlin“ weiterlesen

Sehr schön und sehr lecker: das Kaffeehaus FRAU LÜSKE in Lichterfelde-West!

Lichterfelde-West ist das neue Mitte!
Geht doch, Lichterfelde-West: ein schönes Kaffeehaus, geschmackvoll eingerichtet, leckeres Eis, ein tolles Brotsortiment – und alles in Bioqualität!

„Sehr schön und sehr lecker: das Kaffeehaus FRAU LÜSKE in Lichterfelde-West!“ weiterlesen

Very very high carb! Das neue Backbuch „Cookies“ von Cynthia Barcomi!

Cynthia Barcomi hat mich mit Berlin versöhnt! In ihrem ersten Laden in der Berliner Bergmannstraße in Kreuzberg, den sie 1994 eröffnete gab es Cookies und Brownies und New York Cheesecake! Endlich! „Very very high carb! Das neue Backbuch „Cookies“ von Cynthia Barcomi!“ weiterlesen

10 kulinarische Entdeckungen von der Next Organic Berlin 2015

Um eine Messe entspannt zu überstehen, gibt es eine wichtige Regel: bequeme Schuhe. Um eine Food-Messe entspannt zu überstehen, gibt es eine zusätzliche Regel: kein üppiges Frühstück vorher!

„10 kulinarische Entdeckungen von der Next Organic Berlin 2015“ weiterlesen

FEC goes NOB – die Konferenz vom Food Entrepreneurs Club auf der Next Organic 2015

Fand die Next Organic Berlin in den letzten beiden Jahren als reine Biomesse statt, wurde sie in diesem Jahr um eine kleine Konferenz mit 3 Panels ergänzt, das Ganze organisiert vom Food Entrepreneurs Club.

„FEC goes NOB – die Konferenz vom Food Entrepreneurs Club auf der Next Organic 2015“ weiterlesen

Ein Hauch von Brooklyn in Berlin: House of Small Wonder

„Die prachtvollsten Blumen blühen im Verborgenen“

Dieses japanische Sprichwort trifft ziemlich genau auf eine tolle neue kulinarische – und optische Entdeckung zu!

Es gibt ja Ecken in Berlin, die sind für mich irgendwie „no go areas“: der Breitscheidplatz mit Europacenter (neuerdings allerdings wieder attraktiver geworden durch das Bikini), das Sonycenter (hier gehe ich nur wegen der Filme in OV), der Alexanderplatz, der Hackesche Markt – und die Gegend um den Friedrichstadtpalast…Aber jetzt gibt es einen Grund, in die nördliche Friedrichstraße zu fahren: ein wirklich netter Ort, COZY trifft es am ehesten: DAS HOUSE OF SMALL WONDER.

„Ein Hauch von Brooklyn in Berlin: House of Small Wonder“ weiterlesen

Wäschst du noch, oder isst du schon? Kohlenhydratarme Nudeln von Kajnok aus der Konjakwurzel im Test!

Neues Jahr – gute Vorsätze…Sport machen, gesünder essen abnehmen…der Klassiker im Neuen Jahr!

Daher heute mal eine „Diätnudel“ im Test! Low Carb!

Meine Mission als FoodBloggerin ist es ja nicht nur, euch leckere Produkte und Getränke vorzustellen, sondern auch meine vor Fehlkäufen und kulinarischen Desastern zu warnen. Also setze ich mich ab und zu höchsten (Geschmacks-)Gefahren aus. Für euch – heute also: mit Nudeln aus der Konjakwurzel.

„Wäschst du noch, oder isst du schon? Kohlenhydratarme Nudeln von Kajnok aus der Konjakwurzel im Test!“ weiterlesen

Carboloading vom Feinsten – die Streetfoodbibel „Auf die Hand“ von Stevan Paul und Daniela Haug

Auf der Suche nach einem sinnvollen Weihnachtsgeschenk? Bitte sehr: Auf die Hand von Stevan Paul.

„Carboloading vom Feinsten – die Streetfoodbibel „Auf die Hand“ von Stevan Paul und Daniela Haug“ weiterlesen

Feiertage für Flexitarier: ein Rundgang über die eat & STYLE 2014 in Berlin

Kleiner Rundgang über die „Eat & Style 2014“ in der Station in Berlin.

„Feiertage für Flexitarier: ein Rundgang über die eat & STYLE 2014 in Berlin“ weiterlesen

„DO GOOD FOOD AND TELL A GOOD STORY“: der „Food Entrepreneurs Club Summit“ bei StadtLandFood

Netter Barjazz am Klavier, schöne schlichte Blumenarrangements, shabby chic Möbel fürs Plenum – ein klassisches Tagungssetting sieht meistens anders aus. Aber dies war ja auch keine normale Tagung – es war der Kick-off für den frisch gegründeten „Food Entrepreneurs Club“ von Stefanie Rothenhöfer, die unter anderem für das Eventmanagement in der Markthalle Neun verantwortlich ist.

„„DO GOOD FOOD AND TELL A GOOD STORY“: der „Food Entrepreneurs Club Summit“ bei StadtLandFood“ weiterlesen

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Promotionevent für spanisches Olivenöl im Speisezimmer: The Embassy of Good Life

Es hätte so schön sein können: ein gutes Produkt, eine schöne Location, sehr gute Köche – da kann eigentlich nichts schiefgehen, sollte man meinen…

Der Verband der spanischen Olivenölproduzenten hat sich mit einer dreitägigen Veranstaltungsreihe vom 19.-21.6.2014 in Sarah Wieners Speisezimmer in der Berliner Chausseestraße präsentiert. Leider fand diese Veranstaltung fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

„Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Promotionevent für spanisches Olivenöl im Speisezimmer: The Embassy of Good Life“ weiterlesen

Cosy: Hirsche, Rehe, Erdäpfel, Sachertorte, Kaffee verkehrt: das „Ottenthal spezial“ am Savignyplatz in Berlin

Neulich war ich mal wieder im Küchenladen am Savignyplatz in der Knesebecksstraße – die Sonne schien, ich hatte Hunger, gute Voraussetzungen für ein Frühstück im angrenzenden „Ottenthal spezial“.

„Cosy: Hirsche, Rehe, Erdäpfel, Sachertorte, Kaffee verkehrt: das „Ottenthal spezial“ am Savignyplatz in Berlin“ weiterlesen

To go – Onigiri von Rice up – oder: wie viel Verpackung darf’s denn sein?

Wenn man in Berlin unterwegs ist und Hunger hat – und keine Lust auf Currywurst und Konsorten hat, gibt es  etwas, was wirklich lecker ist, satt macht, hübsch aussieht – und leider irgendwie sehr aufwändig verpackt ist – aber zu letzterem komme ich später…

„To go – Onigiri von Rice up – oder: wie viel Verpackung darf’s denn sein?“ weiterlesen

Pastrami-Sandwiches, Pirkkamöbel aus Finnland, Grandma’s New York Cheesecake: Mogg & Melzer Delicatessen in der jüdischen Mädchenschule in Berlin

…und plötzlich fühlte ich mich 13 Jahre jünger – vielen Dank an die Herren Mogg und Melzer! Damals nämlich aß ich in New York das beste Pastrami-Sandwich meines Lebens bei Katz’s Delicatessen! Und lange konnte man Pastrami außerhalb der USA gar nicht bekommen. Aber die Zeit des Wartens ist vorbei – es gibt Mogg & Melzer Delicatessen in der Auguststraße.

Und der All-time-Rekord wurde tatsächlich gebrochen- das Reuben-Sandwich bei Mogg & Melzer Delicatessen ist eine echte Sensation!

Jaja – ich weiß, es gibt die Pastramibar Ruben & Carla in der Linienstraße – und sie waren die ersten in Berlin, und das Pastramisandwich ist da auch lecker – aber da bei mir das Auge mit isst gewinnt das Mogg & Melzer Delicatessen schon alleine wegen der Einrichtung: hell und schlicht – was sicher an den schönen Möbeln aus der Pirkka-Kollektion des finnischen Architekten und Designers Ilmari Tapiovaara liegt. Das Ruben & Carla ist mir einfach zu dunkel mit den grünen Lampen und den dunklen Möbeln wirkt es wie ein englischer Pub.

Die offene Küche im Mogg & Melzer Deli zeigt gleich was sie hat: in gläsernen Kühlschränken sieht man schon eine Springform mit frisch gebackenem New York Cheesecake, Käse, Cornichons und – Pastrami.

Also: it’s all about Pastrami:

Pastrami ist eine Rindfleischzubereitung, die wohl ursprünglich aus Rumänien stammt (allerdings aus Hammelfleisch hergestellt wurde und nicht aus Rindfleisch), das Wort pastramă bedeutet übersetzt soviel wie „einmachen“ oder „konservieren“. So, das war ein kleiner Exkurs für die Ethymologen unter meinen Lesern… 

Die Pastrami gelangte Mitte des 19. Jahrhunderts von jüdischen Einwanderern in die USA und tatsächlich diente die aufwändige Herstellung der damals noch notwendigen Konservierung:

Pastrami zu machen ist eine recht komplexe Angelegenheit (ich mache ja viel selber – aber diese Zubereitung ist mich echt zu komplex – zumal ich in meiner Küche keine Platz mehr für einen Räucherofen habe):

rohes Rindfleisch aus der Schulter oder der Brust wird in einer Marinade aus Nelkenpfeffer, Muskat, Pfeffer, Salpeter und Knoblauch gepökelt, dann mit Pfefferkörnern ummantelt und bis zu 12 Stunden geräuchert, um dann noch mal gekocht zu werden.

Mein Reuben-Sandwich: leicht geröstetes Roggenbrot, mit Käse überbacken, Senfdressing und ORDENTLICH mit Pastrami belegt und dazu ein köstlicher Coleslaw. Gibt es in der small und large Version (€ 8,50/12,50) – die large Version unterscheidet sich in der Fleischmenge von der Kleineren. 

Nach diesem Sandwich teilten sich mein charmanter Begleitung und ich noch einen New York Cheesecake (€ 4,00) – ganz köstlich, eher leicht, nicht so phillylastig wie z.B. der steinschwere New York Cheesecake von Starbucks.

Mehrere Nachfragen nach dem Rezept wurden übrigens abschlägig beschieden…kann man ja auch verstehen – ist ein altes Rezept der Großmutter von Oskar Melzer, der ja auch als DJ und Partyveranstalter (Pogoclub, F.U.N. Parties, Weekend) eine feste Größe in Berlin ist.

Schon der Reservierungsvorgang war übrigens charmant, es meldet sich ein netter englisch sprechender Mensch mit „Hi“ (Oskar Melzer), der Tisch war tatsächlich reserviert  – die Uhrzeit mit Edding auf einem abgerissenen Stück Pergamentpapier geschrieben…

 

Fazit: wer Sehnsucht nach New York hat, gerade keine Diät macht, und gerne gut in einer schönen Umgebung is(s)t – ist hier gut aufgehoben.

Das Publikum: Mittetypen mit Mittebrillen und iPad, junge Dinger, aber auch ganz normale Menschen (so wie wir).

Der Service: nett, sehr freundlich, gute kompetente Beratung

 

Mogg & Melzer Delicatessen

Auguststr. 11-13

10117 Berlin

Montag-Freitag ab 8 Uhr „till late“

Samstag und Sonntag ab 10 Uhr „till late“

Tel. +49.30 33 00 60 770

info@moggandmelzer.com

www.moggandmelzer.com 

„Pastrami-Sandwiches, Pirkkamöbel aus Finnland, Grandma’s New York Cheesecake: Mogg & Melzer Delicatessen in der jüdischen Mädchenschule in Berlin“ weiterlesen

Supperclub 2012: der Speisenklub Neukölln begrüßt das Jahr des Drachens mit Yin und Yang

Yin und Yang  – das war das Thema für die erste Sitzung des Speisenklub Neukölln im Jahr des Drachens.

„Supperclub 2012: der Speisenklub Neukölln begrüßt das Jahr des Drachens mit Yin und Yang“ weiterlesen

Speisenklub Neukölln – going East! Dumplings, Wan Tan, Dim Sum, Baozi, Jiaozi…

Bei gutem Essen möchte man am liebsten platzen, bei schlechtem Essen am liebsten hungern“ (chinesisches Sprichwort).

Er hat so Recht, der alte weise Chinese (oder war es eine Chinesin?)!

Selten so satt gewesen – aber der Reihe nach!

„Speisenklub Neukölln – going East! Dumplings, Wan Tan, Dim Sum, Baozi, Jiaozi…“ weiterlesen

Fleeting eatery: Cabslam „The Californian Breakfast Club“ – zu Gast in Berlin-Neukölln

Spätestens seit Koflers Pret-a-diner in der „Alten Münze“ in Berlin Anfang des Jahres sind Pop-Up Restaurants im Mainstream angekommen. Allerdings kann sich kaum jemand so eine PR-Offensive leisten- also heißt das PR-Handwerkszeug in der Regel: Facebook, blogs, mail und die gute alte Mund-zu-Mund-Propaganda.
Häufig gehen junge Gastronomen in leerstehende Räume und eröffnen ein Restaurant für wenig Miete und mit vergleichsweise wenig Aufwand und für befristete Zeit. Man kann ausprobieren, wie die eigene Küche angenommen wird, hat ein vergleichsweise geringes Risiko, sozusagen ein Restaurant auf Probe.

„Fleeting eatery: Cabslam „The Californian Breakfast Club“ – zu Gast in Berlin-Neukölln“ weiterlesen

Hüttenpalast featuring Speisenklub Neukölln: von falschen Hasen, armen Rittern und Herrengedecken

Der Speisenklub Neukölln – dieses Mal auf Kieztour: zu Gast im Hüttenpalast in Berlin-Neukölln.

Wieder mal ganzen Tag gehungert, um mit gutem Gewissen zuschlagen zu können, stand ich mit meinen beiden charmanten Begleitern vor dem Hüttenpalast mit dem Begrüßungsglas (irgendwas mit Birne und Weißwein – ganz lecker – hatte daher schon ein bisschen einen im Schuh, bevor die Show losging…).

„Hüttenpalast featuring Speisenklub Neukölln: von falschen Hasen, armen Rittern und Herrengedecken“ weiterlesen

Asiatische Küche in Mitte: das Transit und das Cha Cha

Nach der Welle der Vietnamesen angeführt von Monsieur Vuong kommt jetzt eine Welle der „asian fusion cuisine“ – also eine Mélange von diversen asiatischen Küchen – primär thai, indonesisch und vietnamesisch, ergänzt durch europäische Einflüsse (nur so erklärt sich Sushi mit Frischkäse – braucht aber niemand).

„Asiatische Küche in Mitte: das Transit und das Cha Cha“ weiterlesen

Aus der Serie: wunderbare Berufe – heute Teil 2- „vom Reiskorn geküsst“- der Risolier (und sein Reis von Lotao)

Ein Sommelier ist ein Weinfachmann.
Ein RISOLIER ist ein Reisfachmann.
Jetzt werden einige sagen- Reisfachmann? Reis ist doch gleich Reis, oder?
Man kennt den klassischen Langkornreis und den Rundkornreis (Milchreis). Risottofans unterschieden dann noch zwischen Arborio und Vialone. Wer asiatisch kocht, kennt den Basmati und den Glutinous Rice. Dann gibt es seit einigen Jahren den schwarzen Wildreis.

„Aus der Serie: wunderbare Berufe – heute Teil 2- „vom Reiskorn geküsst“- der Risolier (und sein Reis von Lotao)“ weiterlesen

Aus der Serie: wunderbare Berufe – heute Teil 1: die Käseheimat-Erforscherin: ein Käseseminar mit Ursula Heinzelmann bei Biolüske, Berlin

Große Freude – die erste Weinveranstaltung nach der Geburt meiner Tochter – und dann noch mit Ursula Heinzelmann – was für ein guter Start ins „Re-Wining“! 

Mit großem Hunger und der Erwartung, dass ich den ersten Wein nach fast zwei Jahren Abstinenz maßvoll dosieren muss, saß ich mit anderen Wein- und Käseafficionados bei Biolüske gespannt vor sechs Weingläsern und voller Vorfreude auf einen Abend mit Ursula Heinzelmann zum Thema „Erlebnis Käse und Wein“ – eine Reise durch neue deutsche Genusslandschaften“.

Frau Heinzelmann (Sommelière, Journalistin und Käsefachfrau) ist durch die Republik gereist und hatte sich auf die Suche nach Käsereien begeben, wo der Käse noch handgemacht wird, die Tiere entspannt sind und die Zufriedenheit über ein gutes Produkt über dem wirtschaftlichen Gewinn steht.

Dann hatte sie Winzer und Käsemacher an einen Tisch gebeten, um den optimalen Wein für den Käse zu finden. Das Ergebnis kann man in ihrem Buch nachlesen „Erlebnis Wein und Käse“ – eine Reise durch neue deutsche Genusslandschaften“ – auch prima als kulinarischer Reiseführer durch Deutschland zu benutzen.

Sechs sehr unterschiedliche Käsesorten und sechs Weine aus biodynamischer Erzeugung erwarteten uns.

Hier die Teilnehmer der ersten Runde:

Einen BERGKÄSE ALPE HELMINGEN von Marianne Schwarz in Lingenau, Österreich dazu den 2008er Riesling GG Marienburg „Rothenpfad“ vom Weingut Clemens Busch aus Pünderich an der Mosel (Flasche 25,99€)

CHEVRETTE ein Ziegenkäse von Petra Elsen aus der Eifel, dazu einen 2008er Silvaner vom Weingut Dr. Becker aus Ludwigshöhe in Rheinhessen (Flasche 9,99€).

BLÜHENDE LANDSCHAFTEN, Ziegenkäse vom Schleusenhof Regow in Brandenburg, dieser wurde begleitet von einer 2009er Scheurebe vom Weingut Wittmann, Westhofen/Rheinhessen (im Handel kaum noch erhältlich – die letzten Flaschen gibt es bei Biolüske, um die 13,00€)

Der BERGKÄSE ALPE HEMMINGEN startete mit einer angenehmen Schärfe auf der Zungenspitze, die sich dann in etwas wunderbar Sahniges umwandelt, nachdem er sich im ganzen Mund ausgebreitet hat…in Kombination mit dem fruchtigen Riesling war das eine gute Kombination – Käse und Wein waren ein gutes Paar!

Maria Schwarz macht ihren Käse zusammen mit ihrem Mann und einem Praktikanten auf der österreichischen Seite der Alpen. Der Bergkäse ist schmeckt nach allem was sich auf der Alpenwiese findet –  die Kühe fressen Walderdbeeren, Bergdisteln, Himbeer und Heidelbeerschösslinge, Klee, Kräuter und andere gute Dinge – und das schmeckt man: ein aromatischer Käse (den muss man lutschen, nicht kauen) und im Prinzip war ich jetzt schon zufrieden mit meinem Riesling und dem Bergkäse – also heißt es: etwas beherrschen, nicht den ganzen Käse aufessen – es kommen noch 5 Weine und 5 Käsesorten!

Ähnlich verhielt es sich mit der CHEVRETTE und dem Silvaner: ein ganz zart schmelzender Ziegenkäse (in einer Blindverkostung wäre ich nicht darauf gekommen, dass es sich hier um einen Ziegenkäse handelt) wurde vom Silvaner angenehm begleitet.

Petra Elsen übernahm den Hof ihrer Eltern, stellte von Milchkühen auf Ziegen um hat die Ziegen selbst gezüchtet und lässt sich beim Käsemachen aus dem Poitou (wo sie Praktika absolvierte) inspirieren – das Ergebnis – die CHEVRETTE. Ein angenehm schmelzender Ziegenkäse…

Die BLÜHENDEN LANDSCHAFTEN (Ziege) und die fruchtige Scheurebe war eine wundervolle Kombination. Die Scheurebe duftete nach Grapefruit und Cassis und nahm sich ganz harmonisch dem mit Lavendel und Rosenblättern bestreuten Käse an.

Die Rinde ist fest und darunter verbirgt sich ein leicht flüssiger rahmiger Käse – der so gar nichts von der Ziege hat.

Hans Peter Dill vom Schleusenhof Regow ist auch einer dieser Quereinsteiger in Sachen Käse (studierte Germanistik und Philosophie, fuhr Taxi, arbeitete in einem Kinderladen – machte dann eine Ausbildung als Landwirt  – seine Frau ist Tierärztin).

Seine Frau macht den Käse des Tages nach Geschmack und Gefühl – ohne Analysen der Milch. Das Heu für das Futter der Ziegen ist bewusst aus einem Niedermoor, Hans Peter Dill und seine Frau möchten, dass sich die Landschaft im Käse widerspiegelt. Wir lernen: nicht nur beim Wein ist das Terroir entscheidend, auch die Qualität von Käse ist abhängig vom davon.

Dann gab es eine kleine Pause, und in der Pause wurde eine wunderbare Suppe von „Yes please“ serviert, die beweist, dass auch fertige Suppen lecker sein können. Die Rote-Beete-Suppe mit Orange ist eine leichte und leckere Suppe und schmeckt wie selbstgekocht – und ist auch noch Bio… (das Rezept stammt übrigens von Frau Heinzelmann  – wie auch die Rezepte der anderen Suppen aus der „Yes please“-Serie). 

Dann aber auf zu Runde 2  – die Teilnehmer waren:

ASCHEKÄSE von Tobias Schüller aus Schleswig Holstein, dazu einen 2009er Spätburgunder „Bestes Fass“ Famile Wöhrle, Baden

 Käse mit Asche ist an sich keine so bahnbrechende Neuerung denn der französische Morbier aus dem Jura wird seit über 200 Jahren mit einer Ascheschicht, die sich durch die Mitte des Käses zieht hergestellt (der Grund war hygienischer Natur – die Asche übernahm die Funktion einer diente als Schutzschicht vor Austrocknung und Verkeimung).

Heutzutage wird der Morbier industriell herstellt, und die Ascheschicht ist heute nur noch ein dekoratives Element und natürlich ein traditionelles Zitat an die frühen Zeiten der manuallen Käseherstellung in Frankreich. 

Bei Tobias Schüler hat die Asche vermutlich eher geschmackliche und optische Gründe, aber so  zitiert auch er die traditionelle Käseherstellung. Und er vereinigt vermeintlich Gegensätzliches: er konfrontiert den reinen weißen Käse mit der pudrigen schwarzen Asche.

Zunächst einmal: der Aschekäse ist wahnsinnig ästhetisch, die Asche mäandert geradezu durch den Käse und erinnert an Marmor. Die Asche wird von Chef selber mit der Hand über den Bruch gestreut. Die Asche ist feinstgemahlene Kohle und Frau Heinzelmann brachte hier die passende Assoziation „Toner aus dem Laserkartusche“ ins Spiel.

Tobias Schüler zieht die Käsekultur seit langen selber und wir „Käse-PR-Fachleute“ am Tisch fanden, dass er, um NOCH individueller sein zu können, die Asche selber herstellen sollte (die er momentan im Käsegroßhandel kauft) und dann den Aschekäse mit „Asche von den Kräutern des Niederungsmoores“ oder so,  zu benennen…

Der Käse ist lecker, aber nicht mein Favorit – die Asche ist an einigen Stellen stark zu spüren, man hat eine leicht trockenes Ascheerlebnis – interessant und besonders ist er allemal. In Kombination mit dem Spätburgunder von der Familie Wöhrle gibt das allerdings eine wunderbare Liaison. Was übrigens überhaupt nicht funktioniert, ist der Gewürztraminer mit dem Aschekäse – die beiden stoßen sich geradezu ab und treiben auseinander. 

PFEFFERÄRSCHLE von Anton Holzinger Wangen /Allgäu, dazu einen 2009er St. Laurent, Weingut Dr. Wehrheim, Birkweiler/Pfalz

Hier hätten wir ein Beispiel von spezieller Namensgebung beim Käse und auch die Verpackung ist entsprechend (aber konsequent durchgezogen – siehe Bild). Die Idee stammt vom Chef höchst selbst und er erzählte wohl schmunzelnd, dass der Großhändler bei dem ursprünglichen Namen offensichtlich Probleme mit der Vermarktung sah und so heißt dieser Käse auch „Toco mit grünem Pfeffer“.

Aber die Irritation über den Namen war schnell vorbei, denn ich wurde sogleich im wahrsten Sinne des Wortes milde gestimmt – denn der Käse mit Rotschmiere ist wirklich sensationell – der sparsam eingestreute leicht knackige grüne Madagaskar-Pfeffer bringt sich optimal ein (für meinen Geschmack könnten mehr Pfefferkörner drin sein…man sollte also in jedem Fall ein größeres  Stück von dem Käse mitnehmen, um auf jeden Fall genug Pfefferkörner zu bekommen!). 

Der St. Laurent mit seinem Duft nach Schwarzkirsche und Waldbeeren und einem ganz ordentlichen Körper lassen ihn zu einem ebenbürtigen Partner sein, er schmiegt sich ganz harmonisch an das Pfefferärschle (entschuldigung, aber diese Formulierung dränge sich gerade förmlich auf) – ein gutes Paar zusammen aber auch jeder für sich ein Genuss.

Mit dem Gewürztraminer verträgt sich das Pfefferärschle im übrigen auch…

Next, please:

ROQUE-BLUE Norbert und Berit Fischer, Langenburg/Hohenlohe und ein 2009er Gewürztraminer Spätlese Weingut Ökonomierat Rebholz, Siebeldingen/Pfalz

Die Fischers sind ein gelungenes Beispiel für Quereinsteiger: sie gaben Genussscheine gegen Geldeinlagen aus und als Verzinsung bekamen die Investoren Naturalien. Was für eine attraktive Verzinsung: hervorragender Schafskäse!  Vergesst Gold! Investiert in Genussscheine für Käse!

Aber auch hier ein Beispiel für leicht bemühte Namensgebung in der noch jungen deutschen Käseszene.

Warum ROQUE-BLUE? Klar, die Anlehnung an den Roquefort aus dem Languedoc liegt nahe, aber hat ein so hervorragender Schafskäse aus Deutschland einen französisch-englischen Namen verdient?  Hat er nicht!

Aber – ganz klar einer meiner kulinarischen Favoriten des heutigen Abends (da ist der Namen dann auch mal ganz nebensächlich) – ein ganz komplexer Käse, man muss ihn im Munde zergehen lassen – und DANN einen Schluck vom Gewürztraminer nehmen – perfekt!

Überhaupt – Süßweine! Nein, keine Angst, ich gerade jetzt NICHT ins Philosophieren über den Süßwein als solchen!

Ich bin ein großer Fan von Süßweinen, habe immer Süßweine zuhause –  und versuche ganz zart meine Umwelt von den Vorzügen zu bekehren…mein momentaner Favorit ist die Beerenauslese 2006 vom Weinlaubenhof Kracher (und da ich ihn zuhause alleine trinke, ist die 0,375ml Flasche perfekt).

Für einen guten Süßwein lasse ich (fast) jedes Dessert stehen (manchmal ergänzt ein Süßwein auch auf hervorragende Art ein Dessert – ist aber manchmal des Guten zuviel) und auch Frau Heinzelmann sagt, dass ein guter Süßwein ein perfektes Finale für ein reichhaltiges Essen ist, wenn ein Dessert schon zuviel ist, ein Süßwein geht immer und rundet jedes Essen ab.

Noch ein kurzer Satz zu den Preisen- die Käsesorten liegen alle zwischen moderaten 2,99€ und 3,49€ pro 100gr.

Fazit:

– die vorgestellten Käsemacher sind keine Winzer (verdienen weniger und fahren kleinere Autos) und machen Käse um des Käse willens

– bei der Namensfindung für Käsesorten ist noch Optimierungspotenzial

– Weißwein passt hervorragend zu Käse, aber nicht jeder Käse passt zu jedem Wein

– Käse macht sehr satt und eine lange Alkoholabstinenz sorgt für einen entspannten Zustand

– Qualität von Käse ist (auch) abhängig vom Terroir

Frau Heinzelmann hat sich ganz entspannt durch den Abend philosophiert, erzählte beim Verkosten immer von ihren Erlebnissen auf ihrer Deutschlandtournee auf der Suche nach handwerklich gemachtem Käse mit besonderem Geschmack.

Aber eine Sache macht sie ganz fuchsig: wenn einer ihre Gäste den Käselaib wie ein Stück Brot anschneidet, das ist für sie ein sowohl eine ästhetischer aber vor allem ein kulinarische Fauxpas. Käsegenuss setzt sich aus der optimalen Mischung von Rand und Innenleben zusammen – und wenn man den Käse in Scheiben von links nach rechts anschneidet, dann hat jede Scheibe ein anderes Verhältnis von Rand und Innenleben und das beeinflusst natürlich auch den Geschmack, denn: „Käse innen ist anders als Käse außen„.

 Schöner kann man diesen gelungenen Abend nicht zusammenfassen!

P.S. habe mich natürlich sofort mit meinen Käsefavoriten eingedeckt, die es bei Biolüske momentan nur als „limited editions“ gibt und natürlich direkt im Hofladen (wem der Weg zu weit ist – Frau Heinzelmann hat immerhin 13.000 Kilometer  verfahren bei ihrer Erforschung der Käselandschaft in Deutschland): die meisten Käsesorten bekommt man bei Onlinehändlern, auf dem Markt auf der Domäne Dahlem gibt es z.B. die Blühenden Landschaften). Wer auch mal Käsetouri sein möchte, dem ist das Buch von Ursula Heinzelmann nur zu empfehlen: ‚Erlebnis Käse und Wein‘, 280 Seiten, gebunden, Scherz Verlag, €18,99.

„Aus der Serie: wunderbare Berufe – heute Teil 1: die Käseheimat-Erforscherin: ein Käseseminar mit Ursula Heinzelmann bei Biolüske, Berlin“ weiterlesen

Awesome of the day: Masking Tapes an selbstgemachter Marmelade

Zugegeben –  Marmelade selber zu kochen weder besonders originell noch besonders neu…

Aber selbst gemachte Marmelade ein nettes kleines Gastgeschenk, wenn man zum Essen eingeladen ist – überhaupt sind Gastgeschenke, die sich verbrauchen, ja erfahrungsgemäß die besten Gastgeschenke (Wein, Olivenöl, Essig)…
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, selbstgemachte Marmelade zu „pimpen“:
Natürlich über die Zutaten:
– mit Chilli oder Langpfeffer – passt super zu Nektarine, Pfirsich, Birne…
– mit Gemüse (z.B. grüne Tomaten – jajaja – ich weiß: Tomaten sind Nachtschattengewächse, und die soll man auf KEINEN Fall grün essen…aber tatsächlich hat meine Mutter früher Marmelade aus den letzten grünen Tomaten gemacht…war köstlich und  – hat es uns geschadet?)
Marmelade aus grünen Tomaten schmeckt köstlich zu kräftigem Käse (Reblochon, Epoisses, oder auch zum Bergkäse aus Tirol „Felsenkeller“).
– mit Aceto Balsamico – passt super zu Erdbeeren und Himbeeren
– mit Bourbonvanille (der echten, kein Vanillezucker)
– mit Fleur de Sel (ist nur ein Hauch nötig – aber ein super Effekt) – z.b Mangomarmelade mit Kokosmilch, Zucker und Meersalz
Da hat man nun sein selbstgekochtes Werk  – und jetzt braucht es noch ein Etikett…
Man könnte fertige Etiketten kaufen, im Netz runter laden, selber am Rechner gestalten, Adressaufkleber benutzen, mit wasserfesten Stiften direkt aufs Glas schreiben – oder… (ja, und jetzt komme ich dann auch schon auf den Betreff dieses Artikels zurück) man kann die Marmeladengläser wunderbar mit den Masking Tapes bekleben.
Diese Tapes werden von dem japanische Hersteller Kamoi Kakoshi Paper hergestellt. Diese Firma gibt es seit 1923 und Kamoi ist ursprünglich bekannt für seine Fliegenfänger und Abdeckbänder für das Baugewerbe.
Die Masking Tapes gibt es seit ca. drei Jahren.
Diese Tapes gibt es in diversen Farben, Breiten und Mustern, einfarbig, mit Punkten, Karos, traditionellen japanischen Mustern etc. Man kann sie überall hin kleben, auch an Wände, sie lassen sich rückstandsfrei wieder ablösen. Es hat sich inzwischen eine Masking Tape -Künstlerszene entwickelt, sogar Grafittikünstler bekleben damit Wände.
Ich habe bald sämtliches buntes Geschenkpapier verbraucht, habe nur noch Packpapier, einfarbiges Geschenkpapier oder Seidenpapier und habe so immer eine besondere Verpackung (allerdings ist Seidenpapier ein wenig zickig in der Behandlung – wenn das Tape einmal klebt, dann klebt es…und das Papier reißt ein, wenn man es wieder abzieht).
Küchengeschenke kann man eben auch wunderbar mit den Masking Tapes bekleben- die Bänder kann man beschriften, wieder von der beklebten Oberfläche abziehen, falls man sich „verklebt hat“.
Außerdem kann man damit Fotos an der Wand oder im Fotoalbum damit bestigen, Kartons beschriften, langweilige Schränke und hässliche Schachtel damit bekleben, Tischdekos gestalten, Vasen bekleben…
Masking Tapes gibt es auch in Pixelformat: im Appstore gibt es eine App, die heißt: „Labelbox“, damit kann man seine Bilder belabeln (siehe Bild).
Hier kann man sich inspirieren lassen: www.masking-tape.jp
So richtig günstig sind die Bänder nicht  – so um die € 3 pro Rolle, die schmalen sind günstiger, die breiten teurer…es gibt sie auch als farblich aufeinander abgestimmte Sets. Man kann sich das ein bisschen schön rechnen, in dem man das Geld für das gesparte Geschenkpapier dagegen rechnet…
In Berlin gibt es die Masking Tapes bei modulor in Kreuzberg oder bei bookbinders in Steglitz- und online z.B. bei Milchmädchendesign.
Frohes Kleben!

„Awesome of the day: Masking Tapes an selbstgemachter Marmelade“ weiterlesen